Es zeigt Müdigkeit.
Anspannung.
Freude.
Lebendigkeit.
Manchmal verrät es sogar, wie lange wir schon funktionieren, bevor wir selbst es bemerken.
Vielleicht hast du selbst schon erlebt, dass dein Körper etwas gezeigt hat, lange bevor du es in Worte fassen konntest.
Genau dieser Frage gehe ich seit über 25 Jahren nach.
Nicht auf der Suche nach der nächsten Methode.
Sondern auf der Suche nach den Zusammenhängen, aus denen Wohlbefinden entsteht.
Heute bildet dieses Verständnis die Grundlage meines Sensitive Wellbeing Systems.
Mit jeder Begegnung und jeder Behandlung wurde mir über die Jahre deutlicher, dass Haut selten nur Haut ist. Sie erzählt von Stress, Lebensphasen, innerer Anspannung und manchmal auch von dem, was wir selbst längst übersehen haben.
Vor einigen Tagen nahm ich meine schriftliche Facharbeit aus der Ausbildung zur Aromaexpertin von 2017 wieder zur Hand.
Beim Lesen wurde mir bewusst, dass meine heutige Arbeit nicht aus einer neuen Idee entstanden ist.
Sie ist über viele Jahre gewachsen. Die Haltung war schon damals da.
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• Der rote Faden war schon da.
In der Einleitung meiner Facharbeit schrieb ich:
„In meinem Kosmetikinstitut widmete ich mich zunächst vor allem der äußeren Schönheit meiner Kundinnen und Kunden. Doch in den vielen Jahren spürte ich zunehmend, dass die Schönheit des Menschen über die äußere Dimension hinaus geht und auf mehreren Ebenen gelebt werden möchte.“
Als ich diesen Satz heute wieder las, musste ich lächeln.
Eigentlich beschreibt er bereits den Kern meiner heutigen Arbeit.
Nicht perfekte Haut.
Nicht Entspannung als Luxus.
Sondern die Frage:
Was braucht ein Mensch, damit sich Wohlbefinden wirklich entwickeln kann?
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• Haut war nie nur Haut.
Schon damals beschäftigte ich mich intensiv mit den Auswirkungen von Stress.
In meiner Aarbeit schrieb ich:
„Schon lange weiß man, dass sich der seelische Zustand eines Menschen an der Haut ablesen lassen kann.“
Und etwas später:
„Negative Einflüsse, wie lang anhaltender Stress und Anspannung, wirken sich auf den Körper und seine Organe aus und folglich ist das Ungleichgewicht an einem veränderten Gesichtsausdruck erkennbar.“
Heute würde ich diesen Gedanken vielleicht anders formulieren.
Ich würde sagen:
Unser Gesicht zeigt häufig früher als wir selbst, wie es unserem inneren Zustand geht.
Weil Körper, Nervensystem, Emotionen und Lebensweise miteinander verbunden sind.
Vielleicht kennst du das. Du kümmerst dich um deine Haut.
Du achtest auf Ernährung. Gönnst dir kleine Auszeiten.
Und trotzdem bleibt das Gefühl, dass etwas Tieferes nach Aufmerksamkeit verlangt.
Wenn dich dieser Gedanke begleitet, findest du hier eine weitere Perspektive darauf, warum Schönheit nicht auf der Haut beginnt:
Im Schönheitsdialog mit deiner Leber
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• Damals suchte ich keine Methoden.
Ich suchte Zusammenhänge.
Wenn ich heute durch meine Facharbeit blättere, fällt mir auf, wie selbstverständlich dort Themen nebeneinanderstehen:
Stress, Berührung, Farblicht, Akupressur, Meridiane, Ätherische Öle, Konstitutione, Selbstfürsorge…
Damals erschien mir das selbstverständlich.
Heute weiß ich:
Mich haben nicht nur einzelne Methoden fasziniert.
Mich hat immer interessiert, warum sie zusammenwirken.
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• Berührung war für mich nie nur Berührung.
Ein Abschnitt meiner Facharbeit beschreibt die Wirkung der Akupressur:
„Schon nach kurzer Zeit werden durch leichte Berührung verkrampfte Muskeln gelöst, die Gesichtszüge entspannen sich, die Haut schimmert rosig und ‚nebenbei‘ erholt und entspannt sich der ganze Körper.“
Damals beschrieb ich vor allem das, was ich täglich in meiner Praxis beobachtete.
Heute erkenne ich darin etwas Größeres.
Berührung verändert nicht nur Muskelspannung.
Sie verändert Wahrnehmung.
Sie schafft einen Zustand, in dem Menschen wieder bei sich selbst ankommen können.
Vielleicht kennst du diesen Moment.
Nach einer Umarmung. Nach einer Massage. Nach einem Spaziergang.
Plötzlich fühlt sich dieselbe Situation anders an.
Weil sich dein innerer Zustand verändert hat.
Auch Rituale können zu einer Form bewusster Berührung werden. Darüber habe ich hier geschrieben:
Berührung, die mehr berührt als deine Haut
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• Auch Düfte waren für mich nie nur Düfte.
Ein weiterer Satz aus meiner Facharbeit begleitet mich bis heute:
„Ätherische Öle haben eine ganzheitlich harmonisierende Wirkung auf Körper, Geist und Seele … und wirken über den Geruchssinn auf unser vegetatives und zentrales Nervensystem.“
Damals faszinierte mich diese Verbindung.
Heute verstehe ich sie noch umfassender.
Ein Duft löst kein Problem.
Aber er kann uns dabei unterstützen, unseren Zustand bewusster wahrzunehmen, aus dem wir auf eine Situation schauen.
Mit mehr innerer Ruhe. Mehr Präsenz. Mehr Klarheit.
Und weil wir daraus wieder bewusster Entscheidungen treffen können.
Weil der Duft einen Zustand, ein Gefühl erinnert.
Manchmal ist genau das der Anfang einer Veränderung.
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• Eine Erkenntnis, die mich bis heute begleitet.
Beim Lesen stieß ich auf einen weiteren Satz.
„Viele Kunden kommen total gestresst ins Kosmetikinstitut und brauchen mehr als eine professionelle Hautbehandlung.“
Ich glaube, dieser Satz beschreibt meinen Weg besser als jeder Lebenslauf.
Damals ahnte ich bereits, dass Menschen häufig nicht wegen ihrer Haut erschöpft sind.
Und dass eine gute Behandlung manchmal etwas viel Tieferes berührt.
In derselben Facharbeit schrieb ich weiter:
„Diese Erfahrung der Tiefenentspannung und der damit neu gewonnenen Energie, kann … einen Stups bedeuten, selbst aktiv zu werden und damit bewusster für das eigene Wohlergehen sorgen zu wollen.“
Heute würde ich statt Tiefenentspannung vielleicht von Regulation sprechen.
Oder von einem Zustand, aus dem wir wieder klarer wahrnehmen können.
Der Gedanke dahinter ist derselbe geblieben.
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• Heute hat dieser Weg einen Namen.
Sensitive Wellbeing.
Der Begriff beschreibt für mich keine besondere Sensibilität.
Und auch keine neue Methode.
Es beschreibt die Fähigkeit, den eigenen Körper, die eigenen Bedürfnisse und die feinen Signale des Alltags wieder bewusster wahrzunehmen.
Es geht darum, Zusammenhänge zu erkennen und den eigenen Rhythmus besser zu verstehen.
Sensitive Wellbeing beginnt deshalb nicht mit Selbstoptimierung.
Sondern mit Selbstwahrnehmung.
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• Vielleicht suchst auch du schon lange nach einer Lösung.
Und fragst dich:
Was muss ich noch verändern?
Dabei lohnt sich manchmal eine andere Frage.
Was zeigt mir mein Körper vielleicht schon seit Längerem?
Vielleicht beginnt Veränderung mit dem Moment, in dem wir beginnen, den Signalen unseres Körpers wieder zuzuhören. Genau dort beginnt auch Wohlbefinden.
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In den nächsten Artikeln nehme ich dich Schritt für Schritt mit in die Welt des Sensitive Wellbeing Systems.
Ich zeige, warum Bereiche wie Raum & Umgebung, Rhythmus, Erdung oder Berührung weit mehr mit unserem Wohlbefinden zu tun haben, als wir oft vermuten.


